Trump-Regie­rung setzt sich auf inter­na­tio­na­ler Ebe­ne für den Schutz des unge­bo­re­nen Lebens ein

von Dr. Susan Yoshiha­ra

Mehr als alle ande­ren Prä­si­den­ten der Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka setzt sich Prä­si­dent Trump auch wei­ter­hin mit sei­ner Admi­nis­tra­ti­on für den Schutz des unge­bo­re­nen Lebens ein. Sei­ne Ver­hand­lungs­füh­rer bei der Welt­ge­sund­heits­ver­samm­lung, die vom 22. – 31. Mai 2018 in Genf zusam­men­tritt, haben die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on (WHO) stark kri­ti­siert, weil sie welt­weit Abtrei­bun­gen för­de­re. Die Trump-Admi­nis­tra­ti­on macht damit deut­lich, dass die bis­her ergrif­fe­nen Maß­nah­men wie das Strei­chen von Finanz­mit­teln an den Bevöl­ke­rungs­fond der Ver­ein­ten Natio­nen oder das Aus­wei­ten der Mexi­co-City-Poli­cy nicht aus­rei­chen, um unge­bo­re­nes Leben effek­tiv zu schüt­zen.

Die von Ronald Rea­gan ein­ge­führ­te Mexi­co-City-Poli­cy ver­langt von Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen, die US-Gel­der für Ent­wick­lungs­pro­jek­te erhal­ten, den Nach­weis, dass die emp­fan­ge­nen Gel­der nicht für Abtrei­bun­gen oder die För­de­rung von Abtrei­bun­gen ver­wen­det wür­den. Die­se Rege­lung war sowohl von Prä­si­dent Bill Clin­ton als auch Prä­si­dent Barak Oba­ma aus­ge­setzt, von Donald Trump jedoch wie­der ein­ge­führt wor­den.

Die Dele­gier­ten der USA for­der­ten die WHO in Genf auf, ihre Pro-Abtrei­bungs-Akti­vi­tä­ten ein­zu­stel­len. Die WHO sol­le den gel­ten­den inter­na­tio­na­len Kon­sens respek­tie­ren, dass Abtrei­bung kein Men­schen­recht sei. Die Ame­ri­ka­ner drück­ten ihre „tie­fe Besorg­nis“ dar­über auf, dass die WHO die Lega­li­sie­rung von Abtrei­bun­gen för­de­re und kün­dig­te an, die Gewäh­rung von Sub­ven­tio­nen zu über­prü­fen, soll­te es hier nicht zu einem Umden­ken kom­men. Die US-Dele­ga­ti­on beschwer­te sich außer­dem dar­über, dass die WHO der abtrei­bungs­för­dern­den „Inter­na­tio­nal Plan­ned Par­en­t­hood Fede­ra­ti­on“ einen Son­der­sta­tus gewäh­re, der sie auf eine Ebe­ne mit Regie­run­gen und inter­na­tio­na­len Orga­ni­sa­tio­nen stel­le.

Die USA kri­ti­sier­ten zudem die Ansicht der WHO, dass die sog. „sexu­el­le und repro­duk­ti­ve Gesund­heit“ auch das Recht auf Abtrei­bun­gen beinhal­te. Die­se Ansicht wider­sprä­che dem inter­na­tio­na­len Kon­sens. Dr. Alma Gol­den, die für die ein­fluss­rei­che und finanz­star­ke US-Behör­de für Inter­na­tio­na­le Ent­wick­lung sprach, sag­te vor der Ver­samm­lung: „Wir haben deut­lich und zu vie­len Gele­gen­hei­ten sowie in Über­ein­stim­mung mit der Inter­na­tio­na­len Bevöl­ke­rungs­kon­fe­renz gesagt, dass wir Abtrei­bung nicht als eine Metho­de der Fami­li­en­pla­nung akzep­tie­ren. Aus unse­rer Sicht gehört Abtrei­bung nicht in den Bereich der repro­duk­ti­ven Gesund­heit. Der Aus­druck sexu­el­le und repro­duk­ti­ve Gesund­heit umfasst nicht die För­de­rung von Abtrei­bung. Aus unse­rer Sicht gibt es kein inter­na­tio­na­les Recht auf Abtrei­bun­gen.“

Susan Yoshiha­ra, Ph.D.

Quel­le: Cen­ter for Fami­ly and Human Rights, Fri­day Fax Nr. 22 vom 25. Mai 2018

Über­set­zung: Johann Hes­se, www​.gemein​de​netz​werk​.de