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An einem „Schweigemarsch für das Leben“ im sächsischen Annaberg-Buchholz haben sich am 6. Juni rund 650 Christen beteiligt. Foto: Andreas Schroth

An einem „Schwei­ge­marsch für das Leben“ im säch­si­schen Anna­berg-Buch­holz haben sich am 6. Juni rund 650 Chris­ten betei­ligt. Foto: Andre­as Schroth

Anna­berg-Buch­holz (idea) – An einem „Schwei­ge­marsch für das Leben“ im säch­si­schen Anna­berg-Buch­holz haben sich am 6. Juni rund 650 Chris­ten betei­ligt. Sie demons­trier­ten für das Lebens­recht unge­bo­re­ner Kin­der sowie alter und kran­ker Men­schen. An einer Gegen­de­mons­tra­ti­on des Akti­ons­bünd­nis­ses „Pro Choice Sach­sen“ unter dem Mot­to „Eman­zi­pa­ti­on ist viel gei­ler – Schwei­ge­marsch stop­pen“ nah­men rund 150 Per­so­nen aus dem lin­ken Spek­trum teil. Rund 300 Poli­zis­ten ver­hin­der­ten ein Zusam­men­tref­fen der bei­den Grup­pen. Der Vor­sit­zen­de des Bun­des­ver­ban­des Lebens­recht, Mar­tin Loh­mann (Bonn), bezeich­ne­te Lebens­schüt­zer als Boten der Frei­heit, der Tole­ranz und der Lie­be. Töten sei nie­mals eine Lösung, auch wenn es als Barm­her­zig­keit getarnt wer­de. Ange­sichts der zuneh­men­den Into­le­ranz gegen das Leben lau­te eine Bot­schaft des Schwei­ge­mar­sches: „Wir brau­chen kei­nen Extre­mis­mus – weder einen braun lackier­ten roten noch einen rot lackier­ten brau­nen.“

Den Lebens­schutz nicht län­ger als etwas Nach­ran­gi­ges betrach­ten

Der Super­in­ten­dent des Kir­chen­be­zirks Anna­berg, Olaf Rich­ter, nann­te den Lebens­schutz eines der The­men, für die es sich loh­ne zu demons­trie­ren: „Jedes Men­schen­le­ben, auch das wer­den­de Leben, ver­dient unse­ren Schutz.“ Es dür­fe in Deutsch­land nicht län­ger als „etwas Nach­ran­gi­ges“ betrach­tet wer­den: „Auch wenn es Wider­stand her­vor­ruft, auch wenn wir damit anecken und es in den Augen man­cher nicht poli­tisch kor­rekt ist, für den Lebens­schutz ein­zu­ste­hen, so wol­len wir uns doch nicht irre machen las­sen.“ Der Vor­sit­zen­de der Orga­ni­sa­ti­on „Lebens­recht Sach­sen“, Tho­mas Schnei­der (Brei­ten­brunn), zeig­te sich gegen­über der Evan­ge­li­schen Nach­rich­ten­agen­tur idea erfreut dar­über, dass zuneh­mend mehr Ver­ant­wort­li­che aus Kir­chen und Gemein­den zum Schwei­ge­marsch kom­men: „Von den Angrif­fen der Links­ex­tre­men und Auto­no­men las­sen wir uns nicht erschüt­tern, weil wir den Herrn des Lebens an unse­rer Sei­te haben.“ Der nächs­te Schwei­ge­marsch für das Leben soll am 12. Juni 2017 statt­fin­den.