Aufgeschlitztes Großflächenplakat vor der Möbelgalerie Jens und Dorothea Tuffner in Chemnitz. Foto: A.R.

Aufgeschlitztes Großflächenplakat vor der Möbelgalerie Jens und Dorothea Tuffner in Chemnitz. Foto: A.R.

(Lebensrecht Sachsen) Erneut haben Unbekannte ein Großflächenplakat vom Verein Lebensrecht Sachsen zerstört. Es war vor der Möbelgalerie Jens und Dorothea Tuffner in Chemnitz an einem Rollcontainer befestigt worden. Die Zerstörung wurde am 24. Mai festgestellt.

Das etwa 15 Quadratmeter große und aus PVC-Folie gefertigte Plakat sollte zum Schweigemarsch für das Leben am 6. Juni nach Annaberg-Buchholz einladen. Es wurde mit einem messerähnlichen Gegenstand mutwillig zerschnitten. Inzwischen wurde vom Vorsitzenden des Vereins, Thomas Schneider, gegen den bzw. die Täter Anzeige bei der zuständigen Polizeibehörde erstattet.

Bereits in der Nacht vom 13. zum 14. Mai zerstörten Unbekannte zwei Großflächenplakate mit einem Aufruf zum Schweigemarsch an der Bundesstraße 95 zwischen Chemnitz und Burkhardtsdorf. Wenige Tage zuvor war ein Werbebanner von einem Autohaus im erzgebirgischen Lauter-Bernsbach gewaltsam entfernt worden. Die Polizei ermittelt.

Im Internet ruft das Aktionsbündniss „Pro Choice Sachsen“ unter der Überschrift „Emanzipation ist viel geiler – Schweigemarsch stoppen“ zur Gegendemonstration auf. Darin fordern die Initiatoren: „Seid laut und kreativ! Den Schweigemarsch zum Desaster machen!“

Die Organisatoren des Schweigemarsches für das Leben halten trotz der Zerstörung von Plakaten und zu erwartender massiver Angriffe am Tag der Veranstaltung an ihrem Vorhaben fest, öffentlich für die Schwächsten der Gesellschaft auf die Straße zu gehen.

Zur Abschlusskundgebung werden unter anderen der Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht, Martin Lohmann (Bonn), und der Superintendent im Kirchenbezirk Annaberg, Olaf Richter, sprechen.

Der Schweigemarsch beginnt am 6. Juni 18:00 Uhr gegenüber dem Erzgebirgsklinikum in Annaberg-Buchholz.